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Alles klar: diesmal würden wir regattatechnisch auf unsere Kosten kommen. Die Wettfahrten sollten am Samstag und Sonntag statt finden, je Start um 11 bzw. 10 Uhr. Und von Wind um 17 Knoten, der ab Sonntagmittag abflauen sollte sprach der Wetterbericht.
Der Plan war simpel: Die Manöver würden sitzen müssen, wenn wir bei der Konkurrenz einen passablen Eindruck hinterlassen wollten.
Vom Ehrgeiz getrieben kranten wir die J bereits freitagmittags zum Trainieren ein.
Wir, das waren diesmal Falko Braun (Steuermann), Annabelle Kaiser (Spi & Traveller), Gina Heß (Fock & Fallen), Niels Löffler (Vorschiff). In der ersten Trainingseinheit standen ganz klar das Spi-Manöver im Mittelpunkt: Setzen in Lee, Gybe-Set, Halse, Bergein in Lee, in Luv, Mexican Drop... Ziel war es einen möglichst reibungslosen Ablauf der vielen Handgriffe zu erreichen und dem haben wir uns mit großen Schritten genähert. Gut, da war noch der enorme Ruderdruck an der Kreuz mit der enormen Krängung ... der Trimm schien noch lange nicht optimal.
Genau diesen Eindruck bestätigte das Ergebnis der ersten Wettfahrt am Samstag: Nur Platz 15 von 23 Schiffen. Aber immerhin, wir sind ohne "Verluste" ins Ziel gefahren, die Manöver liefen alle glatt, d.h. kein zerstörter Spinnaker oder gar ausgeschlagene Zähne sowie diverse Sonnenschüsse, wie um uns herum. Nicht selbstverständlich, denn der Wind hatte erheblich zugenommen im Vergleich zum Vortag. Damit war dies auch gleichzeitig die letzte Wettfahrt für diesen ersten Regattatag.
Wir entschieden uns am Nachmittag für eine Stunde Trainingskreuzen, um den Trimm zu verbessern. Nachdem unsere Spi-Manöver während der Wettfahrt auch in heiklen Situationen kontrolliert abliefen, galt es nun das Kränkungsproblem an der Kreuz in den Griff zu bekommen.
Für den Sonntag waren nun fünf Wettfahrten angesetzt. Wieder folgten dem Training direkte Erfolge: Platz 13 und 11 in den ersten beiden Wettfahrten bei starkem böigen Wind. Wie vorausgesagt flaute dieser dann kontinuierlich ab, was uns mehr Raum für taktische Überlegungen bot. Da fuhren wir nun im Augenwinkel des Vize-Weltmeisters, erreichten dann Platz 7. Und die Zieleinläufe hatten echten Matchracecharakter: Der einfallende Spi des Gegners verhilft einem schnell zu ein-einhalb Meter Vorsprung ... und umgekehrt.
Und jetzt auf zum Kran, fertig zum Mast legen.
Wie "angenehm", dass wir eigentlich k.o. sind, außerdem durchgefrohren und ausgehungert. Den ganzen Tag über regnete es und so blieb es auch, wärend wir das Boot für die Heimreise vertäuten. Uns stand noch eine lange Fahrt mit Umweg zum Bootsbauer bevor, denn das gute Stück bedarf noch eines Unterwasseranstrichs bevor der Wallufer Rhein sein neues Revier werden wird.
Aber zu guter letzt, noch im WV Braassemermeer, endlich die heiße Dusche und kohlehydratreiches Buffet. Gesamtwertung Platz 12. Und bei einem Bierchen mit den holländischen Kollegen stellte sich heraus, dass wir tatsächlich einen ganz guten Eindruck hinterlassen hatten.
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