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Seit dem „Cooling Down“ am vergangenen Wochenende liegt die JetSCReam in ihrem ehemaligen Heimatrevier. Besser
gesagt sie steht. Denn die J22-Flotte am Braassemermeer ruht zur Winterserie auf ihren Trailern und wird zu
Trainingszwecken und zu den einzelnen Regatten mal eben eingekrant (per Selbstbedienung!).
Im Team für den 1 Lauf der Winterwedstrijden 2008 waren Chrissi (Vorschiff), Annabelle (Fock), Gina (Spi)
und Falko (Steuermann).
Abfahrt war am Samstag in aller Frühe, genau genommen um 5:00h morgens! Die Straße war frei und ohne Trailer waren
wir relativ fix unterwegs. So erreichten wir gegen 10h vormittags den Yachtclub in Braassem. Direkt kranten wir die
JetSCReam ein, denn wir waren frisch und motiviert, die Sonne schien, die Temperaturen waren passabel, der Wind gut
und wir hatten die Aussicht uns noch in das Samstagstraining einzuklinken, das von Edgar und Rick angeboten wurde.
Wir hatten lediglich die erste Theorieeinheit versäumt und nutzten den Rest des Vormittags um uns als mal wieder
neu zusammengewürfelte Crew einzuspielen. Chrissi hatte ihr Vorschiff schnell im Griff und nach kurzer Zeit klappten
auch die Spihalsen ziemlich zuverlässig. Alles klar, klinken wir uns ins Training ein! Da wurden wir auch schon vom
Trainerboot verfolgt und es gab ohne Umschweife die ersten Tips zum Großsegeltrimm –von Sprachbarrieren keine Spur.
Mittagspause war im Programm enthalten –sehr schön! Anschließend gab’s eine kleine Theorieeinheit in der die
Situationen auf dem Wasser genauer unter die Lupe genommen wurden, gefolgt von einer kurzen Einweisung bezüglich
des Nachmittagsprogramms: Startübungen.
Perfekt, das hatten wir ohnehin auf unserer To-Do-Liste. Zunächst sollte es Ziel der Übung sein, das Schiff so
kontrolliert in den Start zu fahren, dass man seine „Lücke“ dabei erfolgreich verteidigt. Und für den maximalen Speed
sollten die Manöver natürlich gerollt werden, um möglichst wenig Ruder legen zu müssen und Fahrt aufzunehmen.
Außerdem verteilten wir die Aufgaben im Startablauf an Bord und so konnten wir am Ende des Tages auch auf eine
gute Entwicklung zurückblicken.
Der Hunger trieb uns am Abend nach Amsterdam. Gemeinsam mit der Schiersteiner Crew von Thomas Roth fanden wir
zunächst ein gutes asiatisches Restaurant und später kehrten wir in einen kleinen gemütlichen Pub in Nähe der
Grachten ein. Hier war’s lustig. Ich sag’ nur Schneewittchen – von der Crew für die Crew :-)
Sonntag, 9:00h: Aufstehen, Boot aufbauen, frühstücken, Futterbox bestücken!, umziehen und ablegen. Start war
um 11:30h. Der Wind wehte mit etwa 15kn zunehmend und aus südlicher Richtung.
Ein paar Spihalsen zum warm werden, dann die Startlinie peilen und die Windverhältnisse testen...und es kann
losgehen. Es waren zwei Wettfahrten angesetzt mit je drei Runden. Die Startübungen vom Vortag hatten sich direkt
ausgezahlt. Der erste Start wurde leider zum Gesamtrückruf, sehr zu unserem Ärger, da wir eine Punktlandung mit
super Position hingelegt hätten. Die Punktlandung ist uns auch in der Wiederholung geglückt, aber wir lagen nicht
ganz so optimal an der Linie, beim Start der zweiten Wettfahrt stimmte es dann so ziemlich.
Die Wettfahrten selbst führten wieder deutlich vor Augen in welchem Feld wir hier in Holland mithalten müssen:
Wer einen Fehler macht, verliert sofort einen Platz. Sei es an der Kreuz, beim Tonnenmanöver oder auf dem
Vorwindkurs.
In brenzliche Situationen waren wir trotz des starken Winds nicht reingeraten, unsere Manöver klappten
zuverlässig. Auf dem Weg zur Luvtonne unterstützte uns auch mal ein Winddreher als wir das Feld kreuzten, das ein
oder andere Luvkämpfchen Richtung Leetonne war nicht zu vermeiden. Insgesamt war „Hike“ (Ausreiten) das Wort des
Tages und die Anstrengung hatte sich gelohnt: Platz 9 und 8 bzw. Achter in der Gesamtwertung von 22 Schiffen.
Zwischen uns und den Profis fuhr nur die Crew „Hoog van der Tooren“. Der direkte Vergleich zeigt, dass wir
unseren Starkwindtrimm noch besser in den Griff bekommen müssen.
Glücklicherweise konnten wir vom Trainingssamstag gutes Foto- und Videomaterial mitnehmen. Und vor den nächsten
Wedstrijden gibt es wieder Segeltraining mit Rick und Edgar.
Bis dahin werden wir uns mit Theoriestunden über Wasser halten müssen.
Insgesamt waren wir doch sehr zufrieden als wir uns auf den Heimweg machten.
Und dabei fällt mir ein, dass ich noch meine Müffel-Ringel-Wollsocken aus dem kaiserlichen Bus holen muss..
Gina Hess (für das Team JetSCReam)
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