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| Mit der Anita in der dänischen Südsee - Mitten im Fisch |
Törnbericht von einem erholsamen Segelurlaub auf dem 12 mR-Klassiker ANITA vom 13. Juni bis 26. Juni 2005 Dieser Kurz-Törnbericht dient als Überblick und Zusammenfassung des separaten ausführlichen Reiseberichtes von Wolfgang. Weiterhin wurde von Oliver die Reise in Gedichtform unter dem Titel Die Crew setzte sich aus 10 Seglern zusammen. Skipper: Tobias SimonSmut: Margitta Schlensog Stb-Wachführer: Tobias Simon Stb-Wache: Heike Helmrath Stb-Wache: Oliver Helmrath Stb-Wache: Holger Kleinfeldt Bb-Wachführer: Gernot Hess Bb-Wache: Petra Bruckmeier Bb-Wache: Ulf Helmrath Bb-Wache: Wolfgang Lörcher Bb-Wache: Hans-Ludwig Will Die dänische Südsee mit ihren zahllosen Inseln, den Belten und Sund war unser diesjähriges Revier für einen wunderbaren Segeltörn mit der Königin. Wir hatten alles, was wir uns für einen idealen Segelurlaub erwünscht hatten. Ein fantastisches Schiff, eine hervorragende Crew, ein schönes Revier und dazu leichte Winde bei angenehmen Temperaturen. Auf diesem Törn wurden 427 sm zurückgelegt. Dabei wurde eine Nacht durchgesegelt, 6 Häfen angelaufen und 4 mal geankert. Nur wenige der Crewmitglieder kannten sich vor dieser Reise, einige waren das erste Mal auf ANITA. Ich möchte mich als Skipper bei jedem einzelnen Crewmitglied herzlichst bedanken. Dieser Törn war für mich ein wirklicher Traum-Segelurlaub mit Euch als Freunde in einer harmonischen Atmosphäre bei sehr schönen Segelerlebnissen. Jeder hat sich sofort in das Crewleben hineingefunden, hat Hand angelegt und ermöglichte den anderen durch eigenen Einsatz und Rücksichtnahme diesen Törn zu einem Erlebnis zu machen. Mit jedem von Euch segele ich mit Freuden gerne wieder zusammen. Es hat mir sehr viel Spaß mit Euch gemacht. Reiseverlauf Die Anreise erfolgte für Margitta, Petra, Heike, Wolfgang und Tobias am Sonntag, 12.06.05. Gernot, Holger, Ludwig, Oliver und Ulf stießen am Montag, 13.06. dazu. Start- und Übergabehafen von der Vorgängercrew unter Skipper Thomas Seelbach war Flensburg. Dort hatte Thomas an der Flensburg-Klassik-Regatta der Meter-Klassen teilgenommen. Nach der Schiffsübergabe, der Schiffsdurchsicht und dem Proviantieren am Montag sowie der ausführlichen Einweisung am Dienstag morgen legten wir gegen Mittag von der Pier in Flensburg ab. Nach wenigen Stunden legten wir am Stadtkai von Sonderburg an. In der Flensburger Förde erfolgten mehrere praktische Übungen des Boje-über-Bord Manövers mit weiteren Sicherheits- und Verhaltensregeln. Am Mittwoch schleppte uns die Mata Hari bei Windstille durch die Klappbrücke von Sonderburg und durch den Als Sund. Mittags konnten wir bei leichten Winden Segel setzen. Doch das angedachte Tagesziel Middelfart konnte bei immer schwächer werdendem Wind nicht mehr angelaufen werden. Wir ankerten in der vorgelagerten Bucht Foens Vig. Bei leichtem zunehmenden Wind ging es am Donnerstagmorgen weiter durch die Enge bei Middelfart und Fredericia, südlich der Insel Samsö vorbei in Richtung Anholt. Auch an diesem Tag erfolgte eine Sicherheitseinweisung für Notsignale. Ein schönes Spinnakersegeln setzte einen weiteren Höhepunkt. Diese Nacht segelten wir bei leichten Winden zwischen 2-3 Bft. weiter Richtung Anholt. Das Anlegemanöver am Freitag morgen musste im Hafen abgebrochen werden, da die im Hafenhandbuch verzeichnete Pier nicht vorhanden war. Unter Beiboothilfe verlegten wir uns an einen gerade freigewordenen Platz. Am Nachmittag briste der Wind direkt in Richtung auf die Hafeneinfahrt auf N-NW 5-6, später 6-7 auf, so dass wir auch am Samstag auf Anholt blieben. Durch die allgemeine Schönwetterlage, die allerdings auch weiterhin teilweise geringe Winde vorhersagte, entschlossen wir uns nicht weiter nach Schweden zu segeln. Statt dessen wollten wir die Inselwelt zwischen den Belten und Sund besegeln. Das Auslaufen am Sonntag erfolgte vor dem Sonnenaufgang. Unter allen Möglichkeiten, die uns Seglern zur Verfügung standen nutzten wir die umlaufenden Winde bis kurz vor Ebeltoft. Es folgte ein erneutes Boje-über-Bord Manöver mit sofortigem hervorragenden Ergebnis. Die letzte Meile legten wir mit Beiboothilfe bis in den Traditionshafen von Ebeltoft zurück. Fest lagen wir am Abend zwischen zwei Pfählen, bei denen wir steuer- und backbords eine Handbreit Platz hatten. Dafür ragte ANITA mit ca. 1/3 ihrer Länge über die Pfähle nach hinten über. ANITA ist nicht nur eine motorlose sondern auch eine sehr schlanke und schnelle Königin. Nach einer Besichtigung der dampfbetriebenen Fregatte Jylland am Montag morgen segelten wir gegen Mittag aus dem Hafen von Ebeltoft. Um 22.50 Uhr ließen wir den Anker im Fjord von Kalundborg fallen. Die genaue Bucht hieß Havnemark Vig. Gegen Morgen konnten unsere Angler erstmals erfolgreich 12 Flundern herausziehen. Das verzögerte jedoch das Ankerauf-Manöver um etwa 2 Stunden. Der Große Belt mit Nyborg war unser nächstes Ziel. Dazwischen hat uns Rasmus viele Winddrehungen bei unterschiedlichen Stärken sowie die Dänen die Great Belt Brücke gestellt. Nach schönem Aufkreuzen im Großen Belt legte sich der Wind 50 Meter vor der Brücke zur Neige. Ein vorbeikommender deutscher Segler war so freundlich und schleppte uns rund 1,5 sm Richtung Nyborg. Der dann kräftig aufkommende Wind nach Durchgang einer Kaltfront ermöglichte uns mit bester Seemannschaft gegen den genau aus dem Hafen kommenden Wind in Nyborg anzulegen. Freunde der Bundesmarine, die die Schwesterschiffe OST- und WESTWIND gesegelt hatten, empfingen uns beim Anlegen. Der folgende Morgen ließ uns nur mit Fock bei NW 6-7 Bft. in Richtung Svendborg segeln. Um zu unserem nächsten Liegeplatz in Svendborg zu gelangen kreuzten wir mit 2 fach gerefftem Groß, Fock und Besan das sehr enge Fahrwasser des Svendborgsundes auf. Ein wirklich seglerischer Höhepunkt, mit einer sehr gut eingespielten Crew. Nach perfekten Manövern während des Tages legten wir am Traditionssteg in der schönen Stadt an. Der Donnerstag begann mal wieder mit Flaute. Gegen Mittag legten wir ab und segelten bei leichten Winden bis zum Abend in eine langgestreckte Bucht östlich der Insel Aerö. Der Abend verwöhnte uns mit einem dieser Traumsonnenuntergänge, wie man sie manchmal in der Südsee oder in weit entfernten Gegenden genießen kann. Unser Ankerplatz lag so günstig, dass wir die an diesem Abend stattfindenden Midsommernachtsfeiern, gepaart von Lagerfeuern und Feuerwerken rund um uns herum, erleben konnten. Neptun in Gestalt unseres Wolfgang nutzte diesen wunderschönen Abend zur Taufe der drei ANITA-Neulinge Petra, Heike und Ludwig. Auch der Freitag forderte jegliche Mühe und Geduld von uns, um bei umlaufenden Winden um 1 Bft. und Sonne pur, ANITA bis zum Abend an unseren letzten Ankerplatz zu segeln. An der deutschen Küste zwischen Damp 2000 und der Schleimündung ließen wir den Anker fallen. Der Samstag veranlasste uns bei slippendem Anker kurz vor 7.00 Uhr die Segel für unsere letzte Etappe nach Laboe zu setzen. Heute gesellte sich der Regen mit kräftigen 5 Bft., Böen 6 zu uns. Pünktlich zur Windjammerparade konnten wir in Laboe festmachen. Zur Paradenbesichtigung wurden wir von unseren Freunden Ellen Boss und Volker Christmann auf ihrer Mata Hari eingeladen. Hier schloß sich wieder der Kreis und ein schöner Törn ging zu Ende. Den Sonntag nutzten wir zum Reinemachen und Klarmachen zur Übergabe an die nächste Crew sowie zur Besichtigung des Marineehrenmals. Tobias Simon, Skipper der ANITA-Törns A5/05 |






