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| Die Reisen der Segelyacht FREYDIS (von Wolfgang Lörcher) |
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Am Freitag dem 25. November war der Schlimbachpreistäger Erich Wilts Gast im Clubhaus des SCR. Organisiert wurde dieser Event von unserem Clubmitglied Volker Christmann, der mit Wilts befreundet ist. Nach einer kurzen Begrüßung durch unseren Fahrtenwart Dr. Magnus Volk berichtete Erich Wilts von seinen zahlreichen Reisen, die er und seine Frau Heide, die leider wegen einer Erkrankung nicht hatte mitkommen können, mit ihrer 15 Meter Stahlsloop "Freydis" seit 1981 unternommen haben. Und es war ein spannender Bericht, denn die Wilts haben einiges erlebt, da sie in einem der schwierigsten und lebensfeindlichsten Gebiete der Erde, der Antarktis, segeln. "In diesem Augenblick rast unser Mitsegler Uli mit dem Schreckensruf : Eisberg, ein Eisberg! In panischer Angst vom Vorschiff zum Cockpit. Und dann sehen wir ihn alle - aus dem Nebel kommt eine Eiswand auf uns zu: drohend, unerbittlich, hoch wie ein vielstöckiges Haus. Kaum 30 Meter sind es mehr bis dorthin, und wir hören die Brandung rauschen. Ich habe Erich noch nie so schnell ins Cockpit stürzen sehen; Ruder hart backbord. Der Diesel startet auf Anhieb. Wußte er, worum es geht...?Endlich bewegen wir uns parallel zur Wand, hoffentlich dehnt sie sich nicht unter Wasser in unserer Fahrtrichtung aus... Nichts dergleichen. Der Eisberg verschwindet schemenhaft hinter der Nebelwand. Aufatmen....". So schreibt Heide Wilts in ihrem spannenden Buch unter dem Titel "Weit im Norden liegt Kap Hoorn" von ihrer ersten Reise in die Antarktis, die sie mit ihrem Mann und wechselnden Crews im Jahr 1981/82 unternimmt, die 325 Tage dauert, und für die sie 1983 mit dem Schlimbach Preis geehrt werden. Das Buch ist wie die über ihre späteren Reisen im Delius Klasing Verlag erschienen. Nicht immer ging es allerdings so glücklich aus auf den Reisen der Wilts. So berichtet Erich Wilts im SCR mit dramatischen Bildern davon, wie durch einen Kabelbrand die Yacht auf einer anderen Reise fast völlig ausbrennt. Aber sie geben nicht auf und schaffen es tatsächlich das Schiff innerhalb kürzester Zeit wieder flott zu bekommen. Allein das schon eine grandiose physische und psychische Leistung. Aber es sollte noch schlimmer kommen. An ihrem Ziel in der Antarktis, dem Kratersee der Insel Deception, werden sie von der Urgewalt eines plötzlich hereinbrechenden Polarsturms überrascht. Das Schiff strandet, wird leckgeschlagen und vereist außen und innen. Sie retten sich durch die eisige Brandung an Land. Kurz vor dem Erfrieren finden sie Unterschlupf in einer leerstehenden Forschungsstation. Und die zahlreich erschienen Segler und Seglerinnen im Clubhaus des SCR können es kaum glauben, die Wilts geben erneut nicht auf. In einem dramatischen Kampf retten sie nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Schiff. Mit vielen Fragen und großem Applaus wird Erich Wilts erst spät verabschiedet und er verspricht wieder zu kommen, denn der Abend reichte nur für die Hälfte ihrer erlebnisreichen Reisen. mehr Infos auf http://www.freydis.de/ |






